Hype um Indie-Games: diese 5 hätten ihn verdient

Hype um Indie-Games: diese 5 hätten ihn verdient

Sandro Kreitlow

Hype ist essentiell für die große weite Welt der Videospiele. Manchmal wird er forciert, manchmal aber entsteht plötzlicher Hype zu Spielen, die eigentlich schon längst erschienen sind. Hier kommen ein paar Spiele, die einen verspäteten Hype verdient hätten.

Cyberpunk 2077 wird dem/der ein oder anderen wohl eine Lehre gewesen sein. Zu groß der Hype, zu hoch waren die Erwartungen, die nicht nur von den Spieler:innen, sondern auch vom Entwickler CD Projekt Red selbst geschürt wurden. Keine Frage: Der Hype um Cyberpunk 2077 war ganz klar forciert. Daneben erfahren ständig neue Videospiele einen verspäteten Hype, obwohl sie schon längst erschienen sind. Für No Man’s Sky trifft sogar beides zu: Anfangs wurden zu viele Versprechen gemacht, die nicht eingehalten wurden – zumindest vorerst. Zum Release des Spiels fiel das Fazit daher noch nüchtern und enttäuschend aus. Doch dank kostenloser Updates hat sich das Weltraum-Abenteuer von Hello Games immer mehr gemausert, sodass heute immer mehr Spieler:innen doch wieder regelmäßig reinschauen, manchmal sogar dranbleiben.

Im Falle von Among Us oder Rust war es sogar noch kurioser: Among Us erschien bereits 2018 auf Android, iOS und dem PC. Das Prinzip ist ganz einfach: Eine Gruppe an Spieler:innen muss herausfinden, wer unter ihnen der Mörder bzw. die Mörderin ist, während alle miteinander sprechen oder zumindest schreiben können. Der Hype kam allerdings ganz plötzlich erst 2020, als mehrere Streamer:innen den Titel unzählige Male in diversen Kreisen spielten. Durch Corona entwickelte sich ein Gemeingefühl. Ähnlich war es bei Rust, das schon Ende 2013 erschien, aber erst in diesem Jahr seine Wirkung so richtig entfalten konnte. Der Grund: Role Playing in einem einmonatlichen Loop. Heißt: Wie bei GTA Online erzählen Spieler:innen ihre eigenen Geschichten anhand eigener Charaktere. Jeden Monat werden die Server allerdings neugestartet. Ein Prinzip, das Spieler:innen langfristiger bei Stange hält. Daneben gibt’s aber noch so einige weitere Spiele, die einen verspäteten Hype sicherlich verdient hätten:

Dreams

Als Dreams nach einer längeren Beta-Phase final am 14. Februar 2020 für die PlayStation 4 erschien, geisterten immer wieder Videos daraus im Netz. Doch was genau es mit diesem #DreamsPS4 auf sich hat, haben wohl die wenigsten verstanden. Anders ist wohl kaum zu erklären, dass der kreative Titel von Media Molecule keinen wirklichen Hype generieren konnte. Das Potenzial ist nämlich enorm. Kurz gesagt ist Dreams eine vereinfachte Grafik-Engine, mit dessen Baukasten man seine eigenen, kleinen Spiele, Filme, oder Musikstücke kreieren kann. Nicht nur allein, sondern auch in Gruppen ist das möglich, sodass man sich die Arbeit am Werk aufteilen kann. Kreativ sind keine Grenzen gesetzt. Klar bedarf das einer ganzen Menge Übung, um selbst etwas auf die Beine zu stellen. Doch selbst wenn einem die Ideen oder das Durchhaltevermögen fehlt, kann man sich in unzähligen Mini-Spielen, Kurzfilmen und weiteren digitalen Kunstwerken von Menschen aus aller Welt verlieren.

Unfortunate Spacemen

Das Prinzip von Unfortunate Spacemen ähnelt Among Us – nur, dass ihr hier im Weltraum seid und gemeinsam mit anderen Astronaut:innen, mit denen ihr auf einem Außenposten irgendwo im All festsitzt, ums Überleben kämpft. Einige von ihnen arbeiten – wie sollte es anders sein – auch gegen euch, ohne dass ihr es wisst. Gemeinsam gilt es, Raumstationen, verlassene Siedlungen und mehr zu besuchen, um zu jagen, Missionen abzuschließen und einen Ausweg zu finden. Daneben verstecken sich auch noch Spieler:innen in Form von Monstern, die sich allerdings in Astronauten verwandeln und ebenfalls mitmischen. Dann heißt es, seine Koop-Freund:innen geschickt in die Falle zu locken oder mal eben selbst zu verschlingen. Letzteres erhöht allerdings das Risiko, entlarvt zu werden. Ein wahres Katz-und-Maus-Spiel aus bis zu 16 Spieler:innen.

Project Winter

In Project Winter kämpfen Überlebende gegen Schneestürme und wilde Tiere, während die Verräter:innen versuchen, unauffällig die Mitspieler:innen zu sabotieren und ihnen das Überleben noch schwerer zu machen. Bekannte Survival-Mechaniken treffen dabei auf Kommunikation. Per Nahbereichs-Chat könnt ihr mit einzelnen Personen der anderen reden. Außerdem gibt es Funkgeräte in unterschiedlichen Farben. Beispielsweise können Spieler:innen mit gelben Funkgeräten untereinander kommunizieren, aber nicht mit den Spielern, die blaue Funkgeräte besitzen. Da man nur eines der beiden besitzen kann, muss man genau abwägen, welches man baut. Solche Features sind es, die Project Winter zu einer sehr spaßigen Multiplayer-Erfahrung machen und jede Aufmerksamkeit verdient hätten.

Remember Me

Entwickler Dontnod Entertainment veröffentlichte Remember Me noch lange bevor sie sich dank des Hypes um Life is Strange einen Namen machen konnten. Da der Release nur eine Woche vor The Last of Us sein sollte, hatte Remember Me damals allerdings viel weniger Aufmerksamkeit bekommen, als es verdient hatte. Es ist keinesfalls ein perfektes Spiel, aber nichtsdestotrotz ein progressives, das voller kreativer Ideen steckt. Ihr kämpft euch darin mit der Protagonistin Nilin durch das Neo-Paris des Jahres 2084. Kämpfe werden im Martial-Arts-Stil ausgetragen. Spielerisch ist Remember Me ein Mix aus Uncharted, Batman: Arkham City und Ghost Trick. Neben dem künstlerischen Stil bleiben besonders zwei Besonderheiten bei Remember Me hängen: Zum einen können Schläge und Tritte sowie Spezialangriffe über ein Menü frei zu Kombos verbunden werden, zum anderen kann kann Nilin die Erinnerungen einiger Personen ändern, um eine Spielsituation in der Gegenwart ebenfalls zu verändern. All das funktioniert auch heute noch gut, warum also nicht ein verspäteter Hype?

A Plague Tale: Innocence

Das Story-Adventure von dem französischen Asobo Studio überrascht nicht nur durch das unverbrauchte Setting, sondern auch durch ungewöhnliche Hauptdarsteller:innen. Und dennoch dürften die wenigen den Release 2019 mitbekommen haben. In A Plague Tale: Innocence begleitet ihr die junge Französin Amicia und ihren noch jüngeren Bruder Hugo auf ihrer entbehrungsreichen Reise durch das mittelalterliche Frankreich des 14. Jahrhunderts inmitten des Hundertjährigen Krieges. Als wäre diese dunkle Epoche nicht schon schlimm genug für die Geschwister, bekommen sie es auch noch mit der Inquisition zu tun, die es auf Hugo abgesehen haben. Dieser leidet auch noch an einer mysteriösen Krankheit, wodurch er bislang abgeschottet von der Außenwelt lebte. Gemeinsam versuchen sie, irgendwie zu erleben. Dabei sind sie doch so schwach und schutzlos: Soldaten oder Dorfbewohnern haben sie wenig entgegenzusetzen, was das Gameplay so besonders macht. Seid ihr im Schleichen, Verstecken, Rätsel Lösen oder Wegrennen nicht erfolgreich, war es das sofort. Dadurch ist man permanent angespannt, was durch die düstere Atmosphäre unterstützt wird. Die starke Erzählweise sowohl in den toll inszenierten Zwischensequenzen als auch in beiläufigen Gesprächen zwischen den Kindern sorgen für eine emotionale Bindung, die definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient hätte und mit einem verspäteten Hype belohnt werden sollte.

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